Bereits im Alter von 10 Jahren spielte Sunnyi Melles am Stadttheater Basel, wo sie u. a. in Karl Kraus’ „Die letzten Tage der Menschheit“ auftrat. Mit 14 feierte sie ihr Kinodebüt als Rosa an der Seite von Max Sydow in STEPPENWOLF (1974, Regie: Fred Haines). Bereits für einen ihrer ersten TV-Auftritte in der Serie „Rote Erde“ (1983, Regie: Klaus Emmerich) gewann sie 1994 den „Chaplinschuh“ als Beste Nachwuchsdarstellerin. Sunnyi Melles, die ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München absolvierte, ist, als bedeutendste Schauspielerin ihrer Zeit, Trägerin der Goetheschen Satyr-Knöpfe. Sie war über 20 Jahre lang Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele, wo sie u.a. als Gretchen in „Faust“ (Regie: Dieter Dorn), als Cressida in „Troilus und Cressida“ (Regie: Dieter Dorn) berühmt wurde. 2005 erhielt sie den österreichischen Nestroy-Theaterpreis als Beste Schauspielerin. 2004 wurde sie von der Zeitschrift „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres gekürt und im selben Jahr mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt. Des Weiteren sah man sie als Buhlschaft im „Jedermann“, spielte „Phädra“ (Regie: Mathias Hartmann) oder brillierte im Mozarteum, in „Bäsle-Briefe“ von Wolfgang Amadeus Mozart (Regie: G. Tàbori) u.a. spielte Sie die Desdemona in Shakespeares „Othello“ und in Thomas Bernhard „Der Ignorant und der Wahnsinnige“ die Opernsängerin Königin der Nacht, am Burgtheater in Wien.

Auch im Kino ist Sunnyi Melles eine viel beachtete Schauspielerin. Nach STEPPENWOLF sah man sie in 38 – AUCH DAS WAR WIEN (1985, Regie: Wolfgang Glück), ), der für Österreich ins Rennen um einen Oscar® ging, PARADIES (1986, Regie: Doris Dörrie), für den Sunnyi Melles eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis als Beste weibliche Nebenrolle erhielt, DIE ERFINDUNG DER LIEBE“ (2013, Regie: Lola Randl), mit einer Grimme-Nominierung bedacht, und GIULIAS VERSCHWINDEN (2009, Regie: Christoph Schaub), der Sunnyi Melles eine Nominierung für den Schweizer Filmpreis einbrachte und beim Filmfestival Locarno den Publikumspreis erhielt.

In Fernseproduktionen glänzte sie beispielsweise an der Seite von Alain Delon in dem französischen Mehrteiler „Cinéma, les pianos de Berlin“ (1987, Regie: Philippe Lefebvre) oder Bruno Cremer in „Maigret“ (1992, Regie: Alain Tasma). Auch ihre Auftritte in dem vielfach ausgezeichneten Dreiteiler „Das Adlon. Eine Familiensaga“ (2013, Regie: Uli Edel), dem internationalen TV-Mehrteiler „The Team“ (2015, Regie: Kasper Gaardsøe/Kathrine Windfeld) oder der sehr erfolgreichen österreichischen TV-Miniserie „Altes Geld“ (2015, Regie: David Schalko), krönten Ihren Ruf als große Charakterdarstellerin. 1997 erhielt sie für ihre Rolle in Doris Dörries PARADIES eine Nominierung des Deutschen Filmpreises als Beste weibliche Nebenrolle. Und hatte 2 Nominierungen für den österreichischen Film „Romy“.

Mit ihren Auftritten an Opernhäusern und Konzertsälen lebt und arbeitet Sunnyi Melles mit ihrer zweiten Liebe, der Musik. Große Erfolge feierte Sie u. a. als „Die Bernauerin“ von Carl Orff an der Wiener Volksoper (Dirigent: Kirill Petrenko) In den Rollen als Narrator u.a.in Edvard Griegs „Peer Gynt“ an der Oper Graz , an der L’Opera Nice Aenold in Schönbergs „A Survivor of Warsaw“ und „Ode to Napoleon“. Einen großer Erfolg feierte sie als Narrator an der National Opera & Ballet Amsterdam in Schönbergs „Gurre-Lieder“ (Regie: Pierre Audi).

Neben ihrem Auftritt in GRÜNER WIRD‘S NICHT... wird sie in diesem Jahr auch in der Dating-Komödie SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN von Regisseur Rudi Gaul, dem humorvollen jiddischen Film WOLKENBRUCHS WUNDERLICHE REISE IN DIE ARME EINER SCHICKSE (Regie: Michael Steiner), sowie im Moshammer-Biopic „Der große Rudolph“ (Regie: Alexander Adolph) und der ZDF-Produktion „Kaisersturz“ (Regie: Christoph Röhl) zu sehen sein.

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