Florian Gallenberger, 1972 in München geboren, studierte von 1992 bis 2000 Regie an der renommierten Hochschule für Fernsehen und Film seiner Heimatstadt. Schon eine seiner ersten Arbeiten, der Film DIE GEBRÜDER SKLADANOWSKI (1995, Regie: Wim Wenders, zusammen mit Studenten der HFF), bei dem Gallenberger als Co-Autor und Regisseur mitwirkte, gewann bei den Filmfestspielen in Montreal den Preis für den besten Dokumentarfilm. Für seinen in Mexiko gedrehten Abschlussfilm QUIERO SER gewann Gallenberger nicht nur nahezu sämtliche deutschen und internationalen Nachwuchspreise, sondern im Jahr 2000 zunächst den Studenten-Oscar® und 2001 als Krönung auch den Oscar®.

Florian Gallenbergers Spielfilmdebüt, SCHATTEN DER ZEIT (2005), produziert von Helmut Dietl, wurde mit dem Bayerischen Filmpreis in den Kategorien Bester Erstlingsfilm und Beste Kamera ausgezeichnet. Sein zweiter Kinofilm, JOHN RABE, mit Ulrich Tukur in der Titelrolle, wurde 2009 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin uraufgeführt und gewann im selben Jahr nicht nur zwei Bayerische Filmpreise, sondern auch vier Lolas beim Deutschen Filmpreis, darunter auch die Lola in Gold für den besten Film. Gallenberger selbst war in der Kategorie Beste Regie ebenfalls nominiert.

2013 produzierte Gallenberger gemeinsam mit Benjamin Herrmann die erfolgreiche Tragikomödie HIN UND WEG (Regie: Christian Zübert) mit einem hochkarätigen Schauspielensemble, darunter Florian David Fitz, Julia Koschitz, Jürgen Vogel, Volker Bruch und Hannelore Elsner. Die Weltpremiere des Films fand 2014 vor 8.000 begeisterten Zuschauern auf der Piazza Grande beim Filmfestival in Locarno statt.

Parallel arbeitete Gallenberger fünf Jahre an dem Polit-Thriller COLONIA DIGNIDAD – ES GIBT KEIN ZURÜCK, den er im Herbst 2015 in Luxemburg, Deutschland und Argentinien mit Emma Watson, Daniel Brühl und Mikael Nyqvist in den Hauptrollen inszenierte. Der mit dem Bayerischen Filmpreis für die beste Produktion ausgezeichnete Film sorgte bei seiner Veröffentlichung 2016 für große öffentliche Aufmerksamkeit. Der damalige Außenminister Frank-Walther Steinmeier nahm den Film zum Anlass, die Haltung des Auswärtigen Amtes des Bundesrepublik Deutschland gegenüber der eigenen Verstrickung in die Machenschaften des Sektenführers Paul Schäfer im diktatorisch regierten Chile der 70er Jahre, zu überprüfen und grundlegend zu ändern. COLONIA DIGNIDAD feierte seine Weltpremiere auf dem renommierten Toronto Filmfestival und wurde in fünf Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert. Seine Chile-Premiere erlebte der Film im Präsidentenpalast von Santiago de Chile im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Joachim Gauck.

GRÜNER WIRD’S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON ist der erste Film, den Gallenberger als Regisseur ausschließlich in Deutschland inszenierte. Parallel zu seiner Tätigkeit als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent lehrt Florian Gallenberger seit 2011 als Professor an der Münchner Filmhochschule.

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